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Archiv für Dezember, 2010

Startordner des Windows Explorer ändern

Erstellt von solip am 10. Dezember 2010

In welchem Ordner oder Laufwerk der Windows Explorer startet, kann geändert werden. Um der Standardansicht der Bibliotheken in Windows 7 zugunsten eines bestimmten Laufwerks zu entkommen, kann wie folgt vorgegangen werden:

Der Link zum Windows Explorer kann im Startmenü verändert werden oder man kopiert ihn. Per rechte Maustaste -> Eigenschaften sollte %windir%\explorer.exe erscheinen. Der Zielort lässt sich hier einfach anhängen.

Beispiel:

  • c: – Laufwerk C
  • %HOMEDRIVE% – normalerweise ebenfalls Laufwerk C
  • %USERPROFILE% – die eigenen Dateien des Benutzers
  • %USERPROFILE%\Downloads – die eigenen Downloads
  • ::{20D04FE0-3AEA-1069-A2D8-08002B30309D} – öffnet den Arbeitsplatz

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Bibliotheken in Windows ausblenden oder abschalten

Erstellt von solip am 10. Dezember 2010

Die neuen Bibliotheken von Windows 7, die im Explorer zu sehen sind und bei jedem Öffnen eines Explorer-Prozesses zuerst angesprungen werden (was extrem nervig ist), lassen sich nachträglich entfernen oder ausblenden.

Die nachfolgenden Registry Hacks enthalten Wege, die Bibliotheken ganz abzuschalten, sie nur aus dem Explorer auszublenden oder den System Standard wiederherzustellen.

Getestet:
– Windows 7 Deutsch und Englisch, alle Optionen funktionieren
– Windows Server 2008 Deutsch und Englisch, zunächst komplett abschalten und dann wieder zurücksetzen, fortan funktionieren alle Optionen
– Windows Server 2008 R2 Deutsch und Englisch, zunächst komplett abschalten und dann wieder zurücksetzen, fortan funktionieren alle Optionen

Zu beachten ist, das .reg Dateien in allen neueren Windows-Versionen nur von lokalen Laufwerken importiert werden können. Dies hat Sicherheitsgründe. Kopieren Sie die Dateien nach c:\ bzw. auf den Schreibtisch.

Download des Pakets: windows7-bibliotheken-entfernen-ausblenden.zip

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Aktualisierter Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) ab 01.01.2011

Erstellt von solip am 1. Dezember 2010

Am heutigen Tage befindet sich der aktualisierte Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), der zum 01.01.2011 in neuer Fassung in Kraft treten soll, noch in der Abstimmung. Die Absegnung erscheint jedoch sehr wahrscheinlich. Die Änderungen müssen zwingend eingeplant werden.

Wir betrachten hier nur den Teil, der sich auf Betreiber von Websites bezieht.

Alle Anbieter erhalten eine Wahl, Inhalte wie Texte, Videos, Bilder, Foren-Einträge nach Eignung für bestimmte Altersstufen von Kindern und Jugendlichen zu kennzeichnen. Alternativ können sie den Zugang zu diesen Inhalten einschränken (Alters-/Ausweisverifikation mit anerkannten Diensten) oder sie nur zu bestimmten Zeiten zugänglich machen (Sendezeiten wie beim Fernsehen).

Das klar jugendgefährdende Angebote Auflagen haben ist nicht neu. Das alle Websites im (deutschen) Internet nun Auflagen haben sollen, ist eine große Neuerung. Die Möglichkeiten Verifikation und Sendezeiten gehen für normale Websites völlig an den Beschaffenheiten des Netzes vorbei. Selbst wenn diese einfach zu realisieren oder praktikabel handhabbar wären, die Nachteile – auch im Wettbewerb europäisch wie international – wären so immens groß, dass sich die Verlagerung des Angebots ins Ausland als vorteilhaft darstellt.

Bleibt eigentlich nur die Kennzeichnung der Inhalte.

Konkret

  • im Impressum jeder Website muss ab jetzt ein Jugendschutzbeauftragter mit allen Kontaktdaten analog zum Betreiber genannt werden
  • bei Verabschiedung des JMStV werden Richtlinien erwartet, wie Inhalte zu kennzeichnen sind (z.B. Meta-Tags), diese müssen umgesetzt werden
  • sollen verschiedene Inhalte verschieden gekennzeichnet werden, sind je nach Website kleine bis große Updates notwendig
  • Aus den Richtlinien zur Kennzeichnung werden sich verschiedene Standards für Jugendschutzprogramme ergeben (man rechnet Mitte 2011 damit), hierzu sind dann noch Anpassungen zu machen

Konsequenzen

Bei Verstössen gegen die Kennzeichnungspflicht sieht der JMStV Bussgelder bis zu 500.000 € vor. Außerdem droht mal wieder eine (leider berechtigte) Abmahnwelle aufgrund von Verstössen gegen das Wettbewerbsrecht, die recht schnell jeden treffen kann. Darüber hinaus sind Betreiber aber auch für falsch gekennzeichnete Inhalte verantwortlich. Wird ein Angebot z.B. als FSK0 eingestuft und es befindet sich irgendwo auf der Website ein Bild, Text, Video o.ä. mit FSK12 Inhalt, so liegt ein Verstoss vor der ebenfalls geahndet und abgemahnt werden kann.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist aus Gründen der Vorsicht ohne weitere Änderungen an der Website nur die Einstufung als FSK18 sicher.

Ausblick

Der an der Realität im Internet stark vorbeigehende JMStV ist ein typisch deutsches Stück Bürokratie und Fachleute fassen sich bloss an den Kopf, jedoch schlägt jede Beratung der Verantwortlichen fehl. Er ist auch noch Bestandteil vieler Diskussionen und man versucht ihn noch zu verhindern.

Einzelne große Anbieter in Deutschland kündigen zwar schon an zum 31.12.2010 den rechtlichen Raum Deutschland zu verlassen um Ihr Angebot weiter sinnvoll betreiben zu können – dies ist aber nicht für jedermann so einfach möglich. Wahrscheinlich ist auch das ein sehr großer Anteil der deutschen Angebote einfach als FSK18 ausgezeichnet wird und man keine weiteren Prüfungen vornimmt oder Aufwand/Kosten in dieses Thema investiert. Dies führt dann dazu das Jugendschutzprogramme ad absurdum geführt werden, da damit dann kein normales Surfen im Internet mehr möglich sein wird. So zeigt sich die Sinnlosigkeit dieser Auflagen und im Interesse der Wirtschaft samt Ihrer Verbände wird es dann sicherlich Änderungen geben.

Wichtig! Der JMStV gilt auch für private Websites. Dies betrifft nicht nur impressumspflichtige, gewerbliche Websites.

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