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Ein Zurücksetzen auf Gerät „\Device\RaidPort0“ wurde ausgegeben, EventID 129 iaStorA

Erstellt von solip am 13. April 2018

Kommen ab und zu Unterbrechungen bis zu mehreren Minuten vor beim Zugriff auf Festplatten, oder hängt der Rechner komplett bis zu einem Neustart und es tauchen im Ereignis-Log Fehlermeldungen auf wie:

„Ein Zurücksetzen auf Gerät „\Device\RaidPort0″ wurde ausgegeben“ EventID 129 iaStorA

Dann gibt es ein Problem mit einer Festplatte, welches der Controller alleine nicht lösen kann. Grundlegend möchte hier eine Festplatte aus einem Auftrag entlassen werden, der Controller kann dies aber nicht zulassen da er erforderlich ist und wiederholt den Zugriff. Meistens wird dies auf ein Hardware-Problem hindeuten. Typischerweise gibt es Schreibprobleme, manchmal auch Leseprobleme. D.h. die Platte hat einen Schaden oder ist verschlissen. Es kommt auch vor das dies am SATA Kabel liegt, welches man vorsorglich tauschen sollte.

Dank der aggressiven Stromsparmechanismen moderner Geräte kann es aber auch ein Software-Problem sein. Darauf wollen wir hier nächer eingehen.

Zunächst mal, was machen Festplatten wenn sie ein Problem beim schreiben/lesen haben:

Desktop-Platten haben nur eine sehr kurze Zeit voreingestellt innerhalb der sie Aufträge erledigen, klappt dies nicht geben sie einen Fehler zurück. Das ist nicht schlimm, das Betriebssystem wird es einfach wieder versuchen. Festplatten für NAS haben schon andere Werte eingestellt, denn sie müssen im Software-RAID funktionieren. Schnell einen Fehler zurückzugeben wie „kann ich nicht schreiben“ würde bedeuten, das Volume könnte als fehlerhaft markiert werden. Dabei könnte die Platte sich mehr Zeit nehmen, auf Reserve-Sektoren zugreifen und den Vorgang letztlich erfolgreich durchführen. Das kann auch eine geringe, zweistellige Zahl Sekunden beanspruchen – dann allerdings ist Schluss. Enterprise-Platten haben unter Umständen nochmals andere Zeiten voreingestellt oder auch einen anderen Umgang mit Problemen. Sie müssen nicht nur in Software-RAID an NAS funktionieren, sondern an möglichst jedem richtigen RAID-Controller. Und die erwarten ein entsprechendes Benehmen.

Die Anforderung des Zurücksetzens kann also aus diesem Bereich kommen. Das wäre ein Hardware-Problem oder eben eine Festplatte, die von sich aus Stromsparmechanismen anwendet und dann nicht rechtzeitig wieder bereit für Aufträge ist. Das überrascht unter Umständen den ein oder anderen Controller.

Im BIOS moderner Mainboards finden sich oft Optionen zu „Link Power Management“ (LPM) für den/die SATA Controller. Hier kann man auf Seiten des Host-Controllers einstellen ob Verbindungen zu Stromsparzwecken auch abgebaut werden dürfen. Oft stehen diese Einstellungen im Zusammenhang mit anderen Features wie der Hot Plug Fähigkeit der Ports. Im Zweifel sollte man hier bei den Optimized Defaults des BIOS bleiben, was höchstwahrscheinlich LPM AUS beinhaltet.

Das Verhalten der Festplatte lässt sich nur sehr selten ändern und noch seltener dauerhaft verändern, aber wie mit ihrem Benehmen innerhalb Windows umgegangen wird lässt sich ändern.

Dazu ändert man folgenden Wert in der Registrierung:

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Power\PowerSettings\0012ee47-9041-4b5d-9b77-535fba8b1442\0b2d69d7-a2a1-449c-9680-f91c70521c60] -> "Attributes"=dword:00000002

Das schaltet uns im Energiesparplan eine Option frei, die Einstellungen zum Link Power Management erlaubt.

HIPM – erlaubt es nur dem Host, also dem Controller, LPM durchzuführen. Was im BIOS konfigurierbar sein sollte.
DIPM – erlaubt dem Device, also der Festplatte, selber LPM durchzuführen. Das ist es was wir nicht wollen wenn es Probleme gibt.

Nach Änderungen an dieser Stelle ist ein Neustart notwendig.

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Windows 10 und Intel RST wechseln von und nach AHCI oder RAID

Erstellt von solip am 2. April 2018

Die meisten professionellen Desktop/Workstation Mainboards verfügen über einen Intel Rapid Storage (RST) Controller. Der hat 4 oder mehr Anschlüsse und bringt neben AHCI auch einen RAID-Modus samt RAID-ROM mit. Er ist kein direkter Vergleich zu einem richtigen RAID-Controller, da die unabhängige CPU, der eigene Speicher und der schnelle Bus fehlen, weiterführende Software sowieso. Aber es spricht nichts dagegen Intel RST für kleine RAID-Szenarien einzusetzen. Der Controller profitiert dabei von Intels gut gemachten Treibern, die verschiedene Strategien beim Caching erlauben und sehr zuverlässig arbeiten. Mit Optane Memory stehen auch Performance Enhancer zur Verfügung.

Es gibt verschiedene Versionen von Intel Rapid Storage Technology (RST). Grundlegend welche mit und ohne RAID-ROM. Prüfen Sie zunächst ob der Controller auf dem Board überhaupt RAID kann. Falls nicht, von der Intel Rapid Storage Software für den AHCI-Modus profitiert das System auch. Die kann einfach installiert werden. Je nach Alter des Systems ist eine Höchstversion an Intel RST lauffähig. Daher am besten beim Hersteller des Mainboards die letzte Version beziehen.

Aber nun zu den Wechsel-Beziehungen. Ist Windows 10 (oder auch 7 oder 8.x) installiert, so muss kein Treiber für Intel RST instaliert sein. Microsoft hat seit Windows 7 den hauseigenen msahci Treiber bei der Installation zur Hand, der diese Controller mit abdeckt. Evtl. ist Intel RST schon mal nachinstalliert worden, das berücksichtigen wir aber.

Normalerweise läuft der Controller im AHCI-Modus, welcher eine Mindermenge der Fähigkeiten darstellt. Damit sind alle Anschlüsse als einzelne Laufwerke mit den möglichen SATA Features versorgt. Stellt man den Controller im BIOS auf RAID um, so passiert erstmal nicht viel. Ein Bluescreen oder „Inaccessible Boot Device“ sind die Folge. Obwohl der gleiche Treiber für beide Modi zuständig ist, geht es so nicht. Da hilft nur wieder zurückstellen.

Um von AHCI auf RAID zu wechseln ist wie folgt vorzugehen:

– Falls Intel RST installiert ist, bitte zunächst deinstallieren und neu starten
– Das System läuft nun mit dem wieder zugeteilten msahci Treiber

– Windows in den Abgesicherten Modus zwingen, das geht so:
– Startmenü -> aufrufen oder ausführen -> msconfig (Systemkonfiguration) -> Start -> Abgesicherter Modus + Minimal -> OK
– Funktioniert es im Produktivmodus nicht via msconfig (was sein kann), dann Eingabeaufforderung starten (als Administrator) -> bcdedit /set {default} safeboot minimal

– Neustart und ins BIOS Setup gehen (ENTF, F2, etc.) und den Controller auf RAID umstellen
– Neustart und Windows im Abgesicherten Modus starten lassen, das Laufwerk wird im Verlaufe dessen umkonfiguriert

– Windows wieder in den normalen Modus zwingen, das geht so:
– Startmenü -> aufrufen oder ausführen -> msconfig (Systemkonfiguration) -> Start -> Abgesicherter Modus + Minimal Haken entfernen -> OK
– Funktioniert es nicht via msconfig, dann Eingabeaufforderung starten (als Administrator) -> bcdedit /deletevalue {current} safeboot
– Neustart
– Windows sollte nun normal laufen mit RAID-Controller und ohne Intel RST Software
– Nun die aktuelle, passende Intel RST Software für das Mainboard installieren

An dieser Stelle sei gesagt, dass der RAID-Modus alle Features bietet die auch der AHCI-Modus bietet. Von NCQ bis Hotplug ist alles gleich. Es kommt nur das RAID Option ROM dazu, das die Software befähigt mehr Möglichkeiten anzubieten. Wer trotzdem zurück zu AHCI-only möchte – sinnvoll wenn Umbauten anstehen – der kann das aber wie folgt ganz leicht tun:

– Windows in den Abgesicherten Modus zwingen, das geht so:
– Startmenü -> aufrufen oder ausführen -> msconfig (Systemkonfiguration) -> Start -> Abgesicherter Modus + Minimal -> OK
– Funktioniert es im Produktivmodus nicht via msconfig (was sein kann), dann Eingabeaufforderung starten (als Administrator) -> bcdedit /set {default} safeboot minimal

– Neustart und ins BIOS Setup gehen (ENTF, F2, etc.) und den Controller auf AHCI umstellen
– Neustart und Windows im Abgesicherten Modus starten lassen, das Laufwerk wird im Verlaufe dessen umkonfiguriert

– Windows wieder in den normalen Modus zwingen, das geht so:
– Startmenü -> aufrufen oder ausführen -> msconfig (Systemkonfiguration) -> Start -> Abgesicherter Modus + Minimal Haken entfernen -> OK
– Funktioniert es nicht via msconfig, dann Eingabeaufforderung starten (als Administrator) -> bcdedit /deletevalue {current} safeboot
– Neustart

Die Laufwerke werden weiter vom Intel RST Treiber verwaltet, aber im reinen AHCI-Modus.

Aufpassen muss man natürlich bei existierenden RAID-Volumes. Während gespiegelte (RAID 1) Laufwerke problemlos an AHCI weiterlaufen, so tun dies Striping- (RAID 0) und Paritäts- (RAID 5 etc.) Laufwerke natürlich nicht. Daher unbedingt eine Datensicherung machen bevor an den Laufwerken / am Controller etwas geändert wird.

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Adaptec RAID-Controller: Write-Cache Status Write-through (temporary disabled)

Erstellt von solip am 21. Mai 2016

Ein ganz alter Bug bei Adaptec Controllern erlebt gerade ein Revival bei den Series 7 SAS/SATA Controllern, hier am Beispiel eines 71605.

Die aktuelle Firmware 32106 vom April 2016 kann dazu führen, dass der Write-Cache dauerhaft abgeschaltet wird und bleibt. Es erscheint die Meldung „Write-through (temporary disabled)“.

Eigentlich sollte dieser Status nur kommen wenn der Cache nur aktiv gesetzt ist für den Fall das ein funktionierender Akku installiert ist und eben jener Akku nicht in Ordnung ist oder erst noch geladen werden muss.
Aktuell wird der Status aber dauerhaft aktiv, egal wie die Hardware aussieht und lässt sich auch nicht mehr ändern.

Die Behebung dieses Fehlers ist nur mittels Rückgang auf die vorherige Firmware 32084 oder früher möglich.

Der verwendete Treiber im Betriebssystem und die Version von MSM spielen hierbei keine Rolle.

————

Update:

Die neue Firmware Version 32114 behebt das Problem.

Getestete Versionen:
Firmware 32114
Treiber 52013
MSM 22476

Die Option wurde ersetzt durch eine neue Auswahl zum Write Cache der Laufwerke. Er kann nunmehr global ein- oder ausgeschaltet werden als auch Settings per physikalischem Laufwerk verwenden.

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Festplatten von Partitionen, Tabellen und RAID-Infos bereinigen

Erstellt von solip am 31. März 2010

Um eine Festplatte vollständig zurückzusetzen (Zustand wie bei Neukauf, un-initialisiert), verwendet man unter Windows am besten das Tool dispkart.

Es setzt auch versteckte Infos zu RAID-Volumes, EFI-Partitionen und Überbleibsel von GPT-Partitionen zurück.

Dazu startet man eine Kommdandozeile als Administrator und gibt ein:

diskpart
list disk

Die Festplatte sollte klar erkennbar sein.

select disk 2
clean

Setzt die Festplatte 2 vollständig zurück.

Anschliessend ruft man die Datenträgerverwaltung auf:

  • Start
  • -> Verwaltung oder -> Systemsteuerung -> Verwaltung
  • -> Computerverwaltung
  • -> Datenträgerverwaltung

Es folgt die Aufforderung die neue Festplatte zu initialisieren und zu partitionieren/formatieren.

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